ADA Interview mit Jurijs Jutjajevs zum ADA Projekt im Oceanário de Lisboa

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Veröffentlicht: 08. April 2015

 ADA Jurjis Jutjajevs Takashi Amano lissabonHeute präsentieren wir euch das zweite Interview mit Jurijs Jutjajevs, der ebenfalls bei dem größten Naturaquarium der Welt mitarbeiten drufte, dem Projekt „Forests Underwater“ von Takashi Amano im Oceanário de Lisboa.

Jurijs, stell dich doch bitte mal der Community vor:

Hallo zusammen, mein Name ist Jurijs Jutjajevs. Ich bin hauptberuflich Aquascaper und langjähriger Partner von ADA Deutschland.

Was hast du gedacht/empfunden als dir mitgeteilt wurde, dass du an diesem großen ADA Projekt teilnehmen darfst?

Als ich von dem Projekt das erste Mal hörte, habe ich mich gleich als Freiwilliger gemeldet. Über die Bestätigung aus Japan habe ich mich tierisch gefreut und gedacht ein Traum geht in Erfüllung. Für einen Aquascaping verrückten wie mich, war es als würde man einem Kind sagen, er kann in Süßigkeiten baden. Ehrlich, ein unbeschreibliches Gefühl!

Welche Vorstellung hattest du zu diesem Projekt?

Ich wusste grob wie groß das Aquarium sein würde und habe mehrmals den örtlichen Supermarkt mit Schritten ausgemessen um mir die Dimensionen klar zu machen. Auf Bildern sah ich ein erstes Miniaturmodel und fragte mich wie wir das schaffen sollen.

Wie war das erste Treffen mit dem ADA Team aus Japan und Herrn Amano persönlich?

Das erste Treffen fand bereits im Abfluggate des Frankfurter Flughafens statt. Dort ging ich einfach auf die Japaner zu und stellte mich vor. Alle waren sehr höflich und ich wurde sogar auf Deutsch begrüßt.

Wie waren deine ersten Eindrücke als du das Oceanário de Lisboa betreten hast und das 40m Aquarium zum ersten mal live betrachten durftest?

Meine ersten Gedanken waren „Geil! Ist das Ding riesig! Das wird ein Spaß!“ Dann sah ich die vielen Wurzeln, die den kompletten Boden des Raumen bedeckt haben und unzählige Paletten mit Steinen. Da wurde mir klar, ich war hier zum arbeiten und der Spaß würde erst irgendwann später kommen.

ADA Jurjis Jutjajevs lissabon

Wie war dein Tagesablauf vor Ort?

Gemeinsames Frühstück im Hotel, Spaziergang zum Ozeanarium, Einweisung über die anstehenden Arbeiten, Lunch Pause im Ozeanarium und im wahrsten Sinne des Wortes Feierabend. Denn es gab bis auf 1-2 kurze Pausen keine Zeit zum durchatmen. War man mit einer Aufgabe fertig, kam gleich die nächste. Weil alle mit vollem Einsatz dabei waren, herrschte ein unheimliches Tempo und Motivation. Herr Amano verkündete immer wann die Arbeit vorbei war und man Feierabend hatte.

Wie waren die Aufgaben verteilt?

Es gab für alles Teams und Teamleiter die gleichzeitig als Dolmetscher agierten. Die Anweisungen gab Herr Amano stets auf Japanisch und am liebsten über ein Megafon. Herr Amano erklärte und führte vor. Nachdem wir die Übersetzung gehört hatten, ging es an die Arbeit.

Was durftest du machen?

Wir durften alles mitmachen, Hardscape, Bodengrund, Pflanzen. Lediglich die Technik wurde von den Mitarbeitern des Ozeanariums angeschlossen.

Wie sah eure Freizeit aus?

Nach einem langen und anstrengenden Tag suchten wir meist das eine und dasselbe Restaurant auf. Dort blieben wir meist bis es Zeit wurde zurück ins Hotel zu gehen. Ganz ehrlich, nach einem so harten und langen Tag war diese einseitig gestaltete Freizeit absolut in Ordnung. Die Ausnahme war das Treffen mit einem Freund aus Deutschland, der zufällig auch in Lissabon war. Zusammen mit Daniel erkundeten wir dabei etwas abgelegen Teile der Stadt und machten einige schöne Foto Aufnahmen bei Nacht. Am letzten Tag ging es zusammen mit Mr.Amano und der ganzen Gruppe zum Wochenmarkt und einigen Sehenswürdigkeiten.

Was ist dein Fazit zu diesem Projekt und zu deinem Aufenthalt in Lissabon?

Mein Fazit? Ich habe immer noch Schwierigkeiten die ganzen Emotionen in Worte zu fassen. Weil es ein so überwältigendes Projekt werden würde, habe ich Tagebuch geführt und insgesamt 2157 Bilder gemacht. Ein ausführlicher Spezial Bericht ist für das aquaristik Magazin geplant. Mein Fazit also: Absolut einmaliges Erlebnis! 1 Woche Aquascaping intensiv Seminar bei Takashi Amano bei dem ich so viel gelernt habe, dass es jedes interview sprengen würde. Ab dem 22 April macht die Ausstellung auf, ich kann jedem nur raten dorthin zu fahren und es mit eigenen Augen zu sehen.

Vielen Dank Jurijs für deine Zeit und deine großartige Arbeit an diesem Projekt. Wer mehr über die Arbeiten von Jurijs erfahren möchte, den möchten wir seine Webseite lernscapen.de an Herz legen.
ADA groesste Naturaquarium ProjektComputergeneriert

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